Darmklinik Exter

TAGESKLINIK FÜR INTEGRATIVE MEDIZIN
 

Steißbeinfistel (Sinus pilonidalis)

Was ist eine Steißbeinfistel?

Unter einer Steißbeinfistel  versteht man eine gangbildende Entzündung im Unterhautgewebe über dem Steißbein mit enger Beziehung zur Gesäßfurche. Die dazugehörenden äußeren Fistelöffnungen findet man meistens etwa 10 - 12 cm vom After entfernt. Selten trifft man sie mehr als 1 - 2 cm neben der Gesäßfurche an.

Die Steißbeinfistel entwickelt sich oft ohne besondere Schmerzen und fällt nur auf, weil die Wäsche immer wieder verschmutzt ist. Manchmal schließt sie sich von allein und macht dann über Wochen und Monate überhaupt keine Beschwerden mehr. Damit ist die Steißbeinfistel aber nicht abgeheilt, sondern kann jederzeit erneut wieder auftreten.

Beschwerden

  • Druckempfindliche Schwellung in der Gesäßfurche
  • Nässen, Schmieren
  • Eiter- und / oder Blutabsonderungen
  • Verschmutzung der Wäsche durch Wundsekret
  • Jucken / Brennen
  • Schmerzen

Wie entsteht eine Steißbeinfistel?

Dem erstmaligen Auftreten der Steißbeinfistel geht meist ein Eiterherd (Abszess) in derselben Region voraus. Im Gegensatz zu den analen Fisteln besteht niemals eine Verbindung zum Inneren des Analkanals.

Die Fisteln bzw. Abszesse entstehen wahrscheinlich durch Einwachsen von Haaren beim Aneinanderreiben der beiden Gesäßhälften. Gefördert wird dies durch Schweißbildung in dieser Region. Männer mit starker Behaarung im Bereich des Afters sind besonders gefährdet.


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