Darmklinik Exter

TAGESKLINIK FÜR INTEGRATIVE MEDIZIN
 

Schließmuskelschwäche

Was ist eine Schließmuskelschwäche?

Eine Schließmuskelschwäche beschreibt eine Funktionsstörung der Schließmuskeln im Bereich des Afters. Meist wird eine solche, sich langsam ein- stellende Schließmuskelschwäche lange Zeit überhaupt nicht bemerkt. Bei einem geformten, festen Stuhl hat nämlich auch ein schwacher Schließmuskel keine größeren Schwierigkeiten, seine Funktion zu erfüllen.

Oft ist es eine Magen-Darm-Grippe mit Durchfall, bei der man erstmals feststellen muss, dass der Schließmuskel nicht mehr richtig funktioniert. Nicht selten ist bei Frauen auch der Harnblasenschließmuskel mit betroffen, so dass bei körperlichen Anstrengungen, besonders aber beim Husten, der Urin nicht mehr gehalten werden kann.

Stuhlinkontinenz

Was ist Stuhlinkontinenz?

Unter Stuhlinkontinenz versteht man den unkontrollierten Abgang von Winden und Stuhl. Diese Erkrankung gilt immer noch als großes Tabuthema, obwohl ca. 3 - 5 % der Gesamtbevölkerung davon betroffen sind.

Was Stuhlinkontinenz bedeutet, hängt von der Definition ab. Als grobe Einteilung gilt:

Stuhlinkontinenz I. 

Stuhlinkontinenz II. 


Stuhlinkontinenz III. 

Grades unkontrollierter Abgang von Winden

Grades unkontrollierter Abgang von dünnflüssigem Stuhl
und von Winden

Grades unkontrollierter Abgang von Winden, dünnflüssigem 
und festem Stuhl

Gestörte Feinkontinenz:

Unabhängig von der Stuhlinkontinenz gibt es eine Feinkontinenzstörung, die zu Nässen, Schmieren und stuhlverschmutzer Wäsche führt, obwohl der Schließmuskel funktionstüchtig ist. Hämorrhoiden oder andere Erkrankungen im Analkanal sind dafür die Ursache.

Bei dem Auftreten einer Stuhlinkontinenz spielen der äußere und innere Schließmuskel eine zentrale Rolle. Die glatte Muskulatur des inneren Schließmuskels hält den Analkanal unwillkürlich, auch nachts, geschlossen und öffnet sich nur reflektorisch, z. B. bei der Entleerung (Defäkation). Die quergestreifte Muskulatur des äußeren Schließmuskels unterliegt der Willkür des Menschen und macht somit die Kontrolle bzw. das Zurückhalten des Stuhls bewusst möglich.

Beschwerden

  • Verschmutzte Wäsche
  • Jucken, Brennen, Nässen
  • Geruchsbelästigungen
  • Ungewollter Stuhlabgang
  • Beeinträchtigung des gesellschaftlichen Lebens

Ursachen

  • Verletzung im Rahmen von Entbindungen
  • Schließmuskelverletzungen
  • Beckenbodenschwäche
  • Infektionen (Durchfall) und chronisch entzündliche Erkrankungen des Darms und der Analregion, z. B. Morbus Crohn
  • mit dem Alter nachlassende Muskelkraft
  • Mastdarmvorfall (Rektumprolaps), Abszesse, Fisteln, Fissuren
  • Neurologische Störungen und Erkrankungen
  • Tumore und Krebserkrankungen                               

Informationsmaterial            


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